i´ve Done It – Oder Impfen ist immer erste Wahl

Photo by Artem Podrez on Pexels.com

Heute habe ich es getan. Ich habe mich impfen lassen. Mit dem „Scheiss-Zeug“. Mit dem Impfstoff „zweiter Wahl“. Mit dem Zeug von dem man „noch kränker“ wird. Von dem man „Gelbsucht“ bekommt. Das „schlimme Zeug“, das auf die Leber, auf die Niere, auf was weiß ich geht. Ich könnte die Aussagen, die allein in meinem Bekanntenkreis über den Impfstoff von AstraZeneca getroffen wurden, endlos erweitern. „Was, damit lässt Du dich impfen? Also den lehn ich ab!“, erklärte jüngst ein Freund per WhatsApp. „Na, wenn Du dir das leisten kannst“, schrieb ich lapidar zurück.

Herstellerwahl? Eine Corona Impfung ist kein Wunschkonzert

Ich kann mir das nicht leisten. So als Risikopatient in Gruppe 2 mit hoher Priorität. Und ich will mir das auch gar nicht leisten. Und ich finde wir alle können uns das nicht leisten. Das ist hier kein Wunschkonzert und auch keine Menuekarte. Das ist auch kein Bahnticketschalter, bei dem ich wählen kann, ob ich erster oder zweiter Klasse fahre. Denn wenn wir alle so denken und glauben, uns das leisten zu können, fahren wir alle bald nur noch hierhin: gegen die Wand.

Es sind zuviele Horrorgeschichten im Umlauf

Bei einem Spaziergang diese Woche ist mir ein junges Paar entgegen gekommen. Die junge Frau sagte zu ihrem Freund:“Also, wenn ich krank werde, also mich anstecke, dann ist das ja nicht meine Schuld. Aber wenn ich mich bewusst impfen lasse und davon krank werde, dann habe ich das ja selbst herbeigeführt!“ Wenn ich solche Gespräche höre, wird mir Angst und Bange. Da kann ich nur sagen, die Impfkampagne der Bundesregierung läuft wohl miserabel. N paar Omi-Oberarme zu fotografieren und als Anzeigen zu veröffentlichen, reicht defiintiv nicht. Die Leute sind einfach nicht informiert. Sie hören lieber die Horror Geschichten ihrer Bekannten, als dass sie sich ernsthaft über ihre (Überlebens-) Chancen schlau machen. Davon, dass solche Aussagen, wie die der jungen Dame, schlicht a-sozial sind, will ich erst gar nicht anfangen.

Lass dich Impfen – aus Respekt vor Dir und aus Respekt vor Deiner Umwelt

Impfen ist Schutz für mich, Schutz für Dich, Schutz für uns alle. Impfen bedeutet viele Sargdeckel weniger. (Aktuell sind, Stand heute, in Deutschland schon über 70 Tausend Menschen an Covid 19 gestorben.) Impfen bedeutet Stück für Stück wieder zurück in ein halbwegs normales Leben. Es zeigt Respekt vor dem Lehrer deiner Kinder, vor der Pflegerin deiner Oma, vor dem Kassierer deines Supermarktes. Es zeigt Respekt sowohl für deine unmitellbare Umwelt, deine Freunde, deine Familie, als auch vor dem großen Ganzen, der Gesellschaft, in der Du lebst. Aber Respekt ist halt nicht cool. Es regiert der respektlose Egoismus in einer der größten Krisen, die wir als Nachkriegsgeneration je erlebt haben. Wir scheinen uns das leisten zu können oder zu wollen.

Impfen ist ein gesellschaftlicher Beitrag eines jeden einzelnen für jeden einzelnen

Ja, es ist jedermanns Sache, ob er sich impfen lässt oder nicht. Seine persönliche Entscheidung. Ich habe ja auch erlebt, wie sich Krebskranke bewusst gegen die Chemotherapie entschieden haben (und sehenden Auges in ihr Verderben gerannt sind). Aber mit der Entscheidung gegen eine Chemo entscheide ich mich nur gegen mich. Mit der Entscheidung, mich nicht impfen zu lassen, entscheide ich mich auch gegen dich und gegen dich und gegen dich. Später dann der Nutznießer sein zu wollen, von einer von Corona befreiten Welt (wenn es das je geben sollte) ohne meinen eigenen Beitrag geleistet zu haben, ja, das empfinde ich als a-sozial.

In dem Aufklärungsfilm, den man sich vor der Impfung anschauen muss, geht es im Übrigen viel um diesen gesellschaflichen Beitrag, den man mit seinem Ja zur Impfung leistet. Es kommt auf jeden von uns an, wenn wir diese Pandemie überwinden wollen. Darüber meckern, dass die Geschäfte und Restaurants zu haben und das Home Schooling nervt, reicht nicht. Leiste Deinen Beitrag. Lass dich impfen. Denn sich Impfen lassen ist immer erste Wahl.

P.S. Wie man ja sieht, gehts mir auch mit dem „Scheiss-Zeug“ gut. Denn sonst könnte ich mich ja hier nicht so auslassen.

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