Konzeption

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Ich bin nicht Krebs

  • 500.000 Tausend Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs. Davon 75 Tausend Frauen an Brustkrebs. Und trotzdem ist diese Krankheit, von der so viele Menschen betroffen sind, immer noch ein Tabu.
  • Betroffene Frauen werden von einem Tag auf dem anderen aus ihrem Alltag gerissen. Eben noch Journalistinnen, Unternehmerinnen, Tänzerinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen, Mütter, Großmütter stehen sie auf einmal vor einer ganz anderen Aufgabe: Sie stehen vor der größten Herausforderung ihres Lebens – den Krebs bekämpfen, gesund werden und gesund bleiben.

Ich bin ich

  • Was sie definitiv nicht wollen: Zu einer Patientenakte verkommen, in einer Statistik aufgehen, eine Arztfloskel werden. Zwischen  Operationen, bangem Warten auf Diagnosen und Therapieempfehlungen, harten Behandlungen wie Chemotherapie und Bestrahlung, fällt es schwer das eigene Ich noch wahr zu nehmen, es gar zu stärken. 
  • Geschwächt von der Akuttherapie, ohne Haare, Augenbrauen und Wimpern droht der wirkliche und übertragene Gesichtsverlust. Wer bin ich noch? Was bin ich noch wert? Fragen, die sich den Frauen tagtäglich aufdrängen.

 

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Das Projekt

Auf dreierlei Weise will „Sei (D)ein Freund“ den Frauen ihr wunderbares Gesicht wieder geben: 

  • in einer Foto-Ausstellung 
  • in einem Katalog 
  • und in diesem Blog.
  • Auf all diesen Kanälen zollen wir den Frauen Respekt, die sich gegen den Krebs stellen, alles tun, um gesund zu werden, bange Stunden immer wieder überwinden, zum Teil weiter in ihren Berufen arbeiten, sich trotz oder gerade wegen der Krankheit unglaublich weiter entwickeln, weiterhin für ihre Familien da sind, Zukunftspläne schmieden, etwas ganz neues ausprobieren, sich finden und neu erfinden, sie selbst bleiben. Hoffentlich ihr bester Freund. IMG_0517

 

Die Ausstellung 

  • In einer Fotoausstellung soll die Persönlichkeit der aktuell oder einst erkrankten Frauen in den Mittelpunkt gerückt werden. Nicht gekünstelte Studioaufnahmen werden gezeigt, sondern starke Portraits, die der besonderen Lebenssituation der Frauen gerecht werden.
  • Nicht ihr Krank-Sein, nicht ihr Schwach-Sein, nicht ihr Erschöpft-Sein soll dabei im Focus stehen, sondern ihr Wieder-Erstarken trotz der Krankheit, ihre Ur-Eigene Persönlichkeit, die sich allenfalls noch gefestigt und verstärkt hat, die immer da war und sich sicher nicht zwischen Krankenakten verflüchtigt hat. 

Der Katalog 

  • Von den Frauen selbst verfasste Texte, begleiten die Ausstellung. In einem Katalog soll die Ausstellung dokumentiert werden, auf dass die Momentaufnahmen nicht nur Momentaufnahmen bleiben, sondern bleibendes Zeugnis eines starken Stück Lebens. 

Der Blog

  • Zudem sollen die Fotografien auch im Blog Sei (D)ein Freund veröffentlicht werden, in dem sich die Radio- und Fernsehjournalistin Nicoletta Prevete regelmäßig, in sehr persönlichen Texten mit der Krankheit und ihren Folgen auseinander setzt.

Mut machen 

  • Ziel ist es, die Krankheit in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken. Wo sie rein statistisch längst angekommen ist. Doch der Umgang mit der Krankheit und den Erkrankten selbst, ist nach wie vor sehr schwierig. 
  • Nach wie vor prägen Vorurteile den Umgang. Nach wie vor erleben erkrankte Frauen, wie sich das nähere Umfeld zum Teil zurück zieht, nicht weiß, wie mit der Erkrankten umgehen und sie so oft in eine unfreiwillige Isolation treibt. Oder die betroffenen Frauen ziehen sch selbst zurück, verunsichert durch das Herausgerissen sein aus ihrem Alltag, völlig gefangen genommen von Diagnosen und Behandlungen, voller Angst, was die Zukunft wohl bringen wird. Beides dient dem Gesund werden sicher nicht.

 

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Menschen zusammen bringen

  • Das Dreifach- Projekt „Sei (D)ein Freund“ will verbinden, Mut machen, Menschen zu einander bringen – Gesunde und Kranke, Patienten und ihre Freunde und Angehörige, aber auch alle, die professionell mit der Erkrankung zu tu haben, Ärzte, Pflegepersonal, Psychologen, Physiotherapeuten und viele andere „Profis“ sollen wieder einen neuen, einen frischen Blick auf die betroffenen Frauen bekommen – einen menschlichen. Denn nur gemeinsam, Hand in Hand, mit liebevollem Blick, gelingt der Kampf gegen den Krebs. 

 

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