sandra

Sandra Platzer

Heidelberg

„Als ich die Diagnose bekam, dachte ich: das ist unmöglich. Das passiert anderen. So etwas passiert doch nicht mir? Ich war unfassbar wütend und ehrlich gesagt auch ziemlich fassungslos. Warum ich und nicht die Anderen?

Später hat sich die Wut dann gelegt und ich habe versucht, das ganze pragmatisch zu nehmen. Einfach abzuarbeiten, was es an Therapien zu machen galt.

An Chemo-Tagen war ich krankgeschrieben, die andere Zeit bin ich arbeiten gegangen. Zuhause wäre ich verrückt geworden. Am Ende der Therapie waren es immer weniger Stunden, die ich gut arbeiten konnte.

Zum Glück hatte mein Arbeitgeber volles Verständnis dafür, da ich auch von Beginn an offen mit meiner Erkrankung umgegangen bin.

Jetzt versuche ich mich nicht mehr so sehr damit auseinander zu setzen. Verdrängen und nach vorne schauen hilft. Wenn man die Therapien hinter sich hat, betrachtet das Umfeld einen als gesund. Und möchte sich auch möglichst nicht mehr damit auseinandersetzen.

Dabei hat man noch ganz schön lange mit den Folgen der Behandlungen zu tun. Warum ich bei Seideinfreund mitmache? Um betroffenen Frauen zu zeigen: Man kann das schaffen. Man kann das durchstehen. Es ist ein harter Weg, aber machbar.“

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